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Stadt und Weststadtverein geben zum 75-jährigen Jubiläum des Stadtteils eine 100-Seiten starke Festschrift heraus

[Pressemitteilung vom 07. November 2011]

Warum feiert Weinheims Weststadt gerade in diesem Jahr ihr 75-jähriges Bestehen? Welche Rolle spielt die Siedlervereinigung, die genauso alt ist? Wie war das damals mit dem Stadion, dem Miramar, dem Waidsee und der Multschule? Und wie kam es zum ersten Weststadtfest?

Fragen wie diese werden jetzt im Jubiläumsjahr zum 75-jährigen Bestehen der Weinheimer Weststadt in einer rund 100 Seiten starken Festschrift beantwortet. Zum Jubiläumsfest, das am Samstag im Rolf-Engelbrecht-Haus stattfindet (aber schon komplett ausgebucht ist), hat die Stadt die erste zusammenhängende Geschichte und Beschreibung des mit rund 17 000 Einwohnern größten Stadtteils herausgegeben. Das Buch ist mit freundlicher Unterstützung des Vereins „Pro West Weinheim“ erschienen und wird am Samstag erstmals offiziell verteilt. Weststadtvereins-Vorsitzende wird das erste Exemplar an Oberbürgermeister Heiner Bernhard überreichen. Danach wird das Heft beim „Alex“ im Rolf-Engelbrecht-Haus, beim Kopierpoint Seydel in der Ahornstraße, beim Schreibwarengeschäft Raule in der Kurt-Schuhmacher-Straße und im Weststadtbürgerbüro (dienstags und donnerstags) in den Räumen der Sparkasse in der Königsberger Straße gegen eine Schutzgebühr von 2 Euro erhältlich sein.

So günstig ist die Festschrift deshalb, weil es der Weststadtverein – großteils die Vize-Vorstände Fritz Weber und Andreas Kränzle – geschafft hat, dass die wesentlichen Firmen und Unternehmen der Weststadt mit einer Anzeige im Buch vertreten sind. So ist eine Finanzierung gelungen, die Druck und Herstellung trägt. Sämtliche Autoren haben ehrenamtlich gearbeitet, Fotos wurden aus dem Stadtarchiv, dem Archiv der Diesbach Medien, von privat und vom Weinheimer Fotografen Wolf-Rüdiger Pfrang außerdem kostenfrei überlassen.

Die Festschrift „75 Jahre Weinheimer Weststadt“ ist weitgehend chronologisch aufgebaut. Nach einem Vorwort von Oberbürgermeister Heiner Bernhard, der die Stadt als Herausgeber vertritt, und einem Grußwort von Stella Kirgiane-Efremidis, widmet sich Stadtarchivarin Andrea Rößler dem Gründungszeitraum der „Siedlung“.

Der erste Spatenstich zu den Siedlungs-Häusern am 1. November 1936, der Gemeinderatsbeschluss wenige Wochen vorher und die Gründung der Siedlergemeinschaft einen Tag später wird historisch als Geburtsstunde der Weststadt betrachtet. Zwar gab es schon im 19. Jahrhundert Wohnstätten in Weinheims Westen, auch die Zeit als „Bäderstadt“ (auch hierüber schreibt Andrea Rößler) wird beleuchtet – aber von einer Besiedelung kann man erst ab 1936 sprechen.

Sandra Kerber, Schriftführerin der Siedlergemeinschaft, beleuchtet dann die Rolle der Siedler bei der Entstehung der Weststadt. Die Zeit nach dem Zweiten Weltkrieg bis in die 80er Jahre hinein wird dann von einem Mann beschrieben, der das Meiste davon hautnah verfolgt und begleitet hat: Von Heinz Keller, dem Weinheimer Journalisten, Weststädter und früheren Chefredakteur der Weinheimer Nachrichten.

Mit der jüngeren Entwicklung der Weststadt und der aktuellen Situation im Stadtteil befasst sich der Weinheimer Journalist und städtische Pressesprecher Roland Kern, der auch Gründungsmitglied im Weststadtverein ist und von Anfang an zum Organisationsteam der Weststadt-Feste gehört. Stella Kirgiane-Efremidis beleuchtet zum „Status quo“ auch die aktuelle und historische Rolle von Vereinen und Kirchen der Weststadt und des Wirtschaftslebens im Stadtteil. Weitere Autoren sind Waltraud Sayed-Lenze, Matthias Wildmann als Experte für die Weststadt-Bereiche Waid und Ofling sowie Weinheims Erster Bürgermeister Dr. Torsten Fetzner, der die städtebaulichen Entwicklungschancen der Weststadt analysiert.

Getreu dem Motto: „Aus der Weststadt für die Weststadt“ wurde die Festschrift von der Firma Texdat in der Mierendorfstraße gedruckt, für Satz und Herstellung war Horst Rheinsberg verantwortlich, der sehr viel technische Unterstützung vom Kopierpoint Seydel erhalten hat. „Die Festschrift“, fasst OB Bernhard in seinem Vorwort zusammen, „spannt den Bogen gesellschaftlicher Entwicklung am Beispiel der Weinheimer Weststadt sehr gut“. Der Rathauschef: „Es ist insgesamt die würdige Festschrift eines dynamischen Stadtteils.“

 
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